Sexsucht
Kurz erklärt
Sexsucht bedeutet, die Kontrolle über unsere sexuellen Gedanken und Handlungen zu verlieren. Sie kann sich zeigen in Pornografie, zwanghafter Masturbation, Affären, käuflichem Sex, Chat- und Webcam-Kontakten oder endlosen Fantasien. Was als Aufregung oder Erleichterung begann, wird zum Zwang: Wir machen weiter, obwohl wir uns selbst und anderen versprochen haben aufzuhören, und obwohl es unserer Ehe, unserer Arbeit, unserem Glauben und unserer Selbstachtung schadet. Die Weltgesundheitsorganisation erkennt dieses Muster als zwanghafte Sexualverhaltensstörung an (ICD-11, 6C72).
Erkennen Sie sich wieder?
Diese Fragen sind keine Diagnose. Sie sind eine Einladung, ehrlich auf Ihr Leben zu schauen.
- Nehmen Sie sich immer wieder vor aufzuhören – und tun es dann doch wieder?
- Verbringen Sie mehr Zeit mit sexuellen Gedanken oder Handlungen, als Sie wollten?
- Verheimlichen Sie, was Sie tun, vor Ihrer Frau, Ihrer Familie oder Ihren Freunden?
- Agieren Sie aus, um Stress, Einsamkeit, Langeweile oder Schmerz zu entfliehen?
- Schämen Sie sich danach – und kehren trotzdem immer wieder dazu zurück?
- Hat Ihr Verhalten Ihre Ehe, Ihre Arbeit, Ihre Gesundheit oder Ihren Glauben gefährdet?
Wenn Sie einige dieser Fragen mit Ja beantwortet haben: Sie sind nicht allein, und es gibt Hoffnung.
Eine spirituelle Sicht
Die meisten von uns suchten eigentlich nicht nach Sex. Wir suchten Trost, Erleichterung, Liebe oder einen Weg, keinen Schmerz mehr zu fühlen. Die Sucht versprach, diesen Hunger zu stillen, und ließ uns jedes Mal leerer zurück. Gott verurteilt uns nicht für unseren Hunger. Er lädt uns ein, ihn zu Ihm zu bringen. Freiheit kommt nicht aus eigener Kraft, sondern wenn wir zugeben, dass wir machtlos sind, uns Ihm zuwenden und Ihn für uns tun lassen, was wir selbst nicht tun konnten.
Der Weg in die Freiheit
- Zugeben. Der erste Schritt: Wir sind dieser Sucht gegenüber machtlos, und unser Leben ist unkontrollierbar geworden.
- Das Schweigen brechen. Sagen Sie einem Menschen, dem Sie vertrauen, die Wahrheit. Was im Licht ausgesprochen wird, verliert seine Macht.
- Zu einem Meeting kommen. Dort treffen Sie Männer, die Sie verstehen, weil sie denselben Weg gegangen sind.
- Die Zwölf Schritte mit einem Sponsor gehen. Jemand, der Ihnen ein paar Schritte voraus ist und mit Ihnen geht. Die 12 Schritte von FIDA
- Tägliche Grenzen üben. Kleine, praktische Schritte, einen Tag nach dem anderen.
Die Grenze, die am meisten hilft
Rechenschaft – und ein Sponsor: jemand, dem gegenüber Sie rückhaltlos ehrlich sein können. Eine Grenze plus Ehrlichkeit hält; eine Grenze allein hält selten. Tägliche Grenzen
